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Der RIVA Turbo X im Test

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Der Turbo X ist der große Bruder des von uns bereits getesteten RIVA S. Obwohl der amerikanische Lautsprecherhersteller Riva Audio die meisten Soundbars in den USA produziert, ist das Unternehmen in Deutschland noch eine unbekannte Größe. Im nachfolgenden Test des Riva Turbo X wollen wir überprüfen, ob der Hersteller, auch mit diesem überzeugen kann. Der Lautsprecher wurde uns für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt – unsere Bewertung wird davon natürlich nicht beeinflusst.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
sehr gute SoundqualitätAufladung nur per mitgeliefertem Ladekabel & Steckdose
minimalistisches Design mit hochwertiger Verarbeitungrelativ hohes Gewicht
guter Funktionsumfang mit nützlichen Features

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Verarbeitung & Qualitätseindruck

Review von Paul Mori – youtube.com

Der Turbo X von Riva besitzt ein recht unspektakuläres Design und macht einen eher bodenständigen Eindruck. Im Handel ist er entweder ganz in Schwarz oder in der Farbkombination Silber-Weiß erhältlich. Mit seinen 1,4 Kilogramm nicht ganz so kompakt und eher für den Einsatz in der Wohnung gedacht. Das Gehäuse wirkt mit seinen abgerundeten Ecken hochwertig und robust und fällt durch eine angenehme Haptik auf.

Die verwendeten Materialien sind an sich genau die selben wie beim kleinen Bruder. Sie sind tadellos miteinander kombiniert und sehr sauber verarbeitet. Auch hier sind in der Hochglanz-Oberfläche die leuchtenden und berührungsempfindlichen Funktionstasten ein echter Hingucker. Durch den eingebauten Näherungssensor leuchten die Tasten sobald man sich mit dem Finger nährert.

Wie auch beim kleinen Bruder ist beim Turbo der Boden mit gut griffigen Gummifüßen versehen, die ihn überall sicher stehen lassen.

So unscheinbar das Äußere des Turbo X auch ist, so innovativ und leistungsstark ist die Füllung. Unter der Glossy-Abdeckung befinden sich gleich 3 qualitativ hochwertige 60 mm Treiber von ADX und ganze 4 Basstreiber – aber dazu später mehr.

Die Verpackung bietet folgenden Inhalt:

  • Riva Turbo X
  • Klinke-Chinch- und ein Klinke-Klinke-Kabel
  • verschiedene Steckdosenadapter
  • Ladegerät
  • Anleitung

Die Features

Aufgrund seiner nicht ganz kompakten Maße und des hohen Gewichts ist der Bluetooth-Lautsprecher für den mobilen Einsatz nicht so gut geeignet. Dafür sorgen die 3 aktiven und die 4 passiven Treiber für eine hohe Leistung von 45 Watt (bei 30 Watt Verstärkerleistung) und eine maximale Lautstärke von 100 Dezibel. Dies macht den Riva Turbo X zu einem lautstarken Lautsprecher für mittlere bis größere Innenräume. Wem das nicht reicht, der kann mit dem großen „Turbo“-Knopf das ganze noch weiter ausreitzen und die Laustärkte auf über 100 Dezibel erhöhen.

Auch wenn das Gehäuse viel wiegt und nicht wasserfest ist, kann der Lautsprecher prizipiell dennoch im Rucksack transportiert und draußen verwendet werden. Die Akkulaufzeit liegt, laut Hersteller, passenderweise bei bis zu 30 Stunden (bei ca. 50% Lautstärke). Beim Einsatz in der Nähe einer Steckdose kann der Akku geschont und auf das 19V DC Ladegerät (im Lieferumfang) zurrückgegriffen werden.

Die Anschlüsse auf der Rückseite.

Wiedergabequellen können nicht nur kabellos per Bluetooth (sogar mit aptX), sondern auch via Klinke- oder Cinch-Kabel verbunden werden. Hierzu finden Sich alle Anschlüsse auf der Rückseite. Wie auch beim kleinen Bruder, kann über den USB-Anschluss auf der Rückseite auch ein Smartphone geladen werden. Über den anderen mini-USB-Anschluss werden Software-Updates installiert. Zum Aufladen des Turbo selbst, kann leider keiner der USB-Anschlüsse verwendet werden. Wie auch beim kleinen Bruder können die Anschlüsse mit Hilfe eines Gummi-Covers, das bei nicht Benutzung als Gummifuß dient, vor leichtem Spritzwasser geschützt werden.

Dank einer integrierten Freisprecheinrichtung kann der Lautsprecher auch zum Telefonieren verwendet werden. Auf NFC hat der Hersteller leider verzichtet.

Die Handhabung

An der Oberseite des Lautsprechers befinden sich 7 Tasten und diese lassen sich dank einer angenehmen Größe intuitiv bedienen. Da die Tasten einzeln beleuchtet sind, funktioniert die Bedienung auch bei Nacht ohne Probleme. Neben dem Ein-/Ausschalter gibt es 2 Tasten für die Lautstärkeregulierung, eine Taste für die Bluetooth-Aktivierung, die Mute-Taste, eine Taste für die Turbo-Funktion und eine Taste zur Aktivierung der Freisprecheinrichtung.

Der Nutzer kann über einen Knopf an der Rückseite sogar einstellen, ob der Lautsprecher über Kabel oder über die Batterie mit Strom versorgt wird. Generell ist die Bedienung sehr einfach gestaltet. Lediglich die Tasten hatten, wie auch im Test des kleinen RIVA S gelegentlich träge Momente, in denen sie erst nach spürbarer Verzögerung reagierten.

Auch die Kopplung mit dem Smartphone funktioniert ohne Probleme und war im Test immer innerhalb weniger Sekunden hergestellt. Die Bluetooth-Verbindung blieb auf freier Fläche über längere Entfernungen (etwas über 10m) stabil und es kam zu keinen Aussetzern oder Störungen. Allerdings ist die Bluetooth-Reichweiter im Vergleich zu anderen Geräten dieser Preis- und Größen-Kategorie aber recht gering. Ältere Geräte ohne Bluetooth können über den AUX-Eingang mit dem Lautsprecher verbunden werden.

Kleiner Einblick in die App zur Steuerung des Turbo X.

Sofern man nicht die Riva Ground Control App auf seinem Smartphone installiert hat, muss man einige wichtige Funktionen, wie zum Beispiel Pause und Play leider direkt über die Knöpfe an der Box aktivieren. Dies ist ein kleiner Nachteil des Turbo X.

Die Klangqualität

Die 3 aktiven Chassis verschmelzen dank dem Trillium-Algorithmus zu 2 Kanälen. Obwohl es sich um einen einzelnen kompakten Lautsprecher handelt, entsteht dadurch ein relatives klares Rechts-Links-Bühnenbild. Damit die innovative Technik ihre volle Wirkung erzielt, sollte der Riva Turbo X idealerweise schräg in einer Ecke stehen. Ist dies der Fall, dann können die beiden Treiber an den Seiten diagonal an die Eckwände des Raumes abstrahlen, dadurch entsteht ein hörbar großes Klangfeld.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bluetooth-Lautsprechern spielt der Mitteltonbereich beim Riva Turbo X keine untergeordnete Rolle. Dadurch ertönen die Stimmen klar artikuliert und klingen auch bei einer hohen Lautstärke nie zu angestrengt. Wird mit dem Turbo X basslastigere Musik abgespielt, dann wird der Nutzer staunen, wie stark und wuchtig die Bässe aus dem Gehäuse kommen. Er erreicht dabei im direkten Vergleich nicht die Wucht des JBL Xtreme, geht aber in die selbe Richtung.

Nutzer, die es sehr laut mögen, aktivieren einfach den Turbo-Modus. Dadurch erreicht der Lautsprecher über 100 dB und eignet sich somit vorzüglich für eine Partybeschallung. Für unsere Büroräume war diese Lautstärke zu viel und nur über einen kurzen Zeitraum auszuhalten – seien sie also gewarnt. Für eine lautere Outdoor-Umgebung ist der Modus aber gut geeignet, auch wenn die Akkulaufzeit dann auf knapp 6 Stunden schrumpft. Zu unschönen Verzerrungen oder einem Klirren kommt es aber auch auf maximaler Lautstärke nicht.

Die insgesamt 7 Treiber konnten uns in unserem Test enorm begeistern und sorgen für sehr viele Spaß beim Hören. Das schön voluminöse Bassfundament macht den Klang jederzeit angenehm voll und warm. Der Punch zwar nicht ganz an die neueren Modelle von Beispielsweise JBL heran, ist dafür auch nicht zu übertrieben. Riva Audio setzt beim Turbo X auf einen dynamischeren klaren Bass, der sich zu keiner Zeit zu stark in den Vordergrund drängen will. Deshalb können sich die Höhen und Mitten immer noch klar entfalten. Beide sind sowohl präzise als auch klar und somit klingt der Sound fast so, als ob man die Musik Live abspielen würde.

Höhen: Sehr gut
Mitten: Sehr gut
Tiefen: Sehr gut

Abschließend: Wie auch der RIVA S klingt der RIVA Turbo X richtig gut und vor allem in allen Lautstärkebereichen sauber! In seiner Preis- und Größenkategorie muss er sich klanglich eigentlich nur dem moderneren JBL Xtreme (Testbericht) geschlagen geben.

Der RIVA Turbo X im Test: Das Fazit

Mögliche Alternativen zum Turbo X

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