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Die besten UE Bluetooth-Lautsprecher: Welcher passt zu mir?

Ultimate Ears, kurz UE genannt, aus Kalifornien ist eine Tochterfirma von Logitech und inzwischen auch in Deutschland eine der wichtigsten Marken für portable Bluetooth-Lautsprecher. Das Unternehmen selbst existiert zwar erst seit 1995, doch diese kurze Zeitspanne reichte aus, um klangtechnisch zu den Großen dieser Branche aufzuschließen. Grund genug, uns das aktuelle Lineup der besten UE Bluetooth-Lautsprecher näher anzuschauen!

UE Roll 2

Optisch erinnert der Roll 2 (Testbericht) an ein kleines, dekoratives Kissen, bis der Anwender bemerkt, dass aus diesem Kissen auch Sound kommt – und der ist gar nicht mal schlecht. Die Lautstärke wurde im Vergleich zum Vorgänger angehoben, wenngleich es natürlich nicht reicht, um etwa ein großes Wohnzimmer mit Partybeschallung auszustatten. Auch beim Bass dürfen Sie keine Wunder erwarten, dazu ist der Bluetooth-Lautsprecher einfach zu kompakt.

Aber: Das war’s auch schon mit Kritik. Höhen und Mitten klingen nämlich wunderbar. Auch unsere Kritik am Bass ist eher Meckern auf hohem Niveau, denn die Konkurrenz kann es in dieser Größen- und Preisklasse oft auch nicht besser. Unterwegs werden Ihre Ansprüche mit dem Roll 2 sicherlich erfüllt.

Der Vollständigkeit halber wollen wir auch noch kurz auf die direkte Konkurrenz schauen:

JBL Clip 2

Dieser Bluetooth-Lautsprecher ist wesentlich kleiner und damit etwas einfacher tragbar. Falls Komfort und Mobilität über alles gehen, ist der Clip 2 (Testbericht) sicherlich ein vernünftiger Kauf. Aufgrund des winzigen Formfaktors klingt der JBL-Lautsprecher aber auch ein wenig schlechter. Wasserdicht sind beide Geräte.

Bose SoundLink Micro

Hier müssen Sie noch einmal deutlich(!) tiefer in die Tasche greifen. Als Ausgleich gibt es beim Bose SoundLink Micro (Testbericht), wie erwartet, einen wesentlich besseren Klang. Verzichten müssen Sie dann aber auf einen Kopfhöreranschluss. Ob diese Vorteile den satten Aufpreis rechtfertigen, müssen Sie leider selbst entscheiden.

Bang & Olufsen Beoplay P2

Am oberen Ende der Preisskala schlägt der Beoplay P2 (Testbericht) ein. Hier bekommen Sie, für diese Größenklasse, überragenden Sound. Den erkaufen Sie sich allerdings mit dem Verzicht auf Wasserdichtigkeit. Für den Ausflug zum Baggersee etwa eignen sich die anderen Kandidaten daher besser.

Insgesamt landet der UE Roll 2 daher im guten Mittelfeld: Das Gerät ist nicht zu teuer, gleichzeitig offenbart es auch keine großen Schwächen. Die Verarbeitung ist schön hochwertig: Stolpert jemand versehentlich über den Bluetooth-Lautsprecher, sollte das überhaupt nicht schaden. Auch verschüttete Getränke sind kein Problem. Gesteuert wird der Roll 2 entweder via App oder direkt am Gerät, und zehn Stunden Laufzeit sollten auf jeden Fall reichen.

Kleine Kritik zum Abschluss: Die Aufladung ist leider ausschließlich mit dem mitgelieferten Kabel möglich, ein beliebiges USB-Kabel reicht also nicht aus.

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UE Wonderboom

Ein wundersamer Klang soll wohl aus diesen Lautsprechern dringen. Beeindruckt hat uns am Ende – neben dem Klang – aber eher ein bestimmtes Feature: Sie dürfen bis zu zwei Wonderbooms gleichzeitig koppeln und nutzen. So schaffen Sie beispielsweise (virtuellen) Stereoklang oder Sie können (in größeren Räumen) ein Gerät auf die eine und einen Lautsprecher auf die andere Seite des Zimmers stellen. Ein sehr sinnvolles Feature, das wir gerne auch in anderen Bluetooth-Lautsprechern sehen würden.

Klangtechnisch folgt der UE Wonderboom (Testbericht) dem Trend unserer Zeit und strahlt mit zwei Hoch- und Tieftönern Sound in alle Richtungen ab. Ob Sie „davor“ oder „dahinter“ stehen, spielt dann gar keine Rolle mehr, da es Richtungen dieser Art eigentlich nicht mehr gibt. Theoretisch wäre der beste Aufstellungsort daher in der Mitte von Räumen zu finden, um überall eine gleichmäßige Beschallung zu hören.

An der Klangqualität lässt sich nicht viel aussetzen: Die Bässe klingen ordentlich, wenngleich auch wenig voluminös. Hier zeigt die Physik dem kompakten und wasserdichten Gehäuse einfach Grenzen auf. Bei sehr hohen Lautstärken werden empfindliche Ohren leichte Verzerrungen und ein Klirren in den Höhen wahrnehmen. Das sind aber eher Messungen aus dem Soundlabor, da die maximale Lautstärke im Alltag weniger Relevanz haben dürfte.

Übrig bleibt am Ende ein empfehlenswerter Lautsprecher mit etwas besserem Sound, aber schlechterer Akkulaufzeit als der Roll 2!

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UE Boom 2

Dieser sehr beliebte Lautsprecher in zylindrischer „Pillenform“ ist weltweit ein echter Verkaufsschlager geworden. Auch ins Badezimmer des Autors dieser Zeilen ist der UE Boom 2 (Testbericht) eingezogen und sorgt dort für eine insgesamt wunderbare Klangkulisse.

An Highlights mangelt es dann auch nicht: Zu nennen wäre zuerst das wasserdichte Design, sodass sich der Lautsprecher eben nicht nur in Badezimmern, sondern auch im Freibad oder am See wohlfühlt. Die Bedienung könnte dabei einfacher nicht sein: Große Knöpfe erlauben die Regulierung der Lautstärke, das Koppeln mit anderen Geräten gelingt über einen längeren Druck auf die Oberseite. Etwas leiser könnte jedoch der Signalton für die (Ent-)Koppelung sein, denn der ist doch etwas zu laut ausgefallen.

Klangtechnisch wissen vor allem Höhen und Mitten – auch bei hohen Lautstärken – zu gefallen. Die Bässe klingen insgesamt gut, wenn auch nicht überragend. Je größer der Raum, desto schneller versickert der Bassteppich im Zimmer. Hier gibt es außerdem starke Konkurrenz in Form von JBLs Flip 4 und Charge 3, und auch der (teurere) Bose SoundLink Revolve kann den UE Boom 2 abhängen.

Unterwegs gibt es außerdem zwölf Stunden Akkulaufzeit sowie – eventuell sehr wichtig für Sie – eine überraschend hohe Bluetooth-Reichweite von 30 Metern. Sie können sich also auch von Ihrer Gruppe aus Freunden etwas entfernen und trotzdem noch vom Handy Musik zum Lautsprecher streamen.

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UE Megaboom

Hier ist der Name Programm: Der Megaboom sieht aus wie ein etwas in die Höhe und Breite gewachsener Boom 2. Den zusätzlichen Platz im Inneren nutzt der Hersteller für bessere Laufzeiten – etwa vier Stunden mehr Akku passen ins Gehäuse – und auch einen besseren Sound. Preislich geht es mit dem Megaboom im Vergleich zum Boom 2 aber auch steil nach oben.

Gerade der Bass profitiert dann aber hörbar vom größeren Volumen: Von den teilweise etwas verlorengehenden tiefen Frequenzen will der Megaboom nämlich nichts wissen. Auch in etwas größeren Räumen boomt es mit diesem Bluetooth-Lautsprecher recht gut. Der 360°-Sound füttert außerdem den ganzen Raum mit einem Klangteppich. Wo Sie genau stehen, ist daher fast egal. An der (sehr guten) Bedienung des Boom 2 hat Ultimate Ears nichts geändert – was auch gut so ist.

Wasserdicht ist auch der Megaboom, allerdings leidet unter dem höheren Gewicht und der Größe natürlich die Mobilität ein wenig. Außerdem gibt es, wieder einmal, starke Konkurrenz von JBL: Der Xtreme ist lauter und klingt dabei insgesamt „runder“ als der Megaboom. Schlecht wird der Megaboom dadurch natürlich nicht. Interessieren Sie sich für eines dieser Modelle, sollten Sie aber unbedingt genau vergleichen und abwägen, bevor es an den Kauf geht.

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UE Blast-Serie

Ganz frisch aus den Werkshallen rollen sowohl der UE Blast als auch UE Megablast. Highlight beider Geräte soll die Integration von Amazons Alexa-Assistentin sein. Sie können mit diesen Geräten also mit Ihrem Lautsprecher reden, Termine festhalten, Fragen stellen, Amazon Music nutzen, den Wetterbericht abfragen und so weiter.

Analog zu Boom und Megaboom sind auch Blast und Megablast praktisch eine kleine und größere Variante, welche die Boom-Geräte ablösen sollen. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum Sie überhaupt zu einem Bluetooth-Lautsprecher der Boom-Serie greifen sollten, wenn es doch die vermeintlich besseren Blast-Produkte gibt, hilft ein Blick auf das Preisschild. Sowohl Blast (UVP: 230 Euro) als auch Megablast (UVP: 300 Euro) reißen nämlich ein deutlich tieferes Loch ins Portmonee.

Ob dieser sehr hohe Preis gegenüber den etablierten Boom-Produkten gerechtfertigt ist, wird die Zeit zeigen müssen. Noch sind die Geräte zu kurz auf dem Markt, um eine umfassende Empfehlung zu geben (oder zu verhindern). Allerdings führt UE selbst gleich einige Vorteile ins Feld: So sollen Blast und Megablast wesentlich mehr Bass bieten – einer unserer Kritikpunkte am UE Boom 2 – und insgesamt einfach „mehr“ Sound liefern. Obendrauf kommt dann praktisch Alexa als Bonus.

Ob Sie sich für einen Blast oder Megablast entscheiden sollten, hängt dann auch stark davon ab, ob Sie Sprachsteuerung à la Alexa etwas abgewinnen können. Geblieben sind die üblichen Vorteile: Beide Lautsprecher sind wasserdicht, akkubetrieben für unterwegs und jetzt sogar drahtlos aufladbar. Dazu braucht es allerdings eine Ladestation, die nicht im Lieferumfang inbegriffen ist. Das offizielle Modell von Ultimate Ears kostet noch einmal 40 Euro.

Halten wir also fest, dass sowohl der UE Blast als auch UE Megablast das Zeug haben, um Boom 2 und Megaboom abzulösen. Aufgrund des sehr hohen Preispunkts raten wir allerdings dazu, Tests abzuwarten – und nur dann zuzuschlagen, wenn Sie Alexa sinnvoll im Alltag nutzen können.

Fazit: Ultimate Ears auf dem Prüfstand

In unseren Tests haben sich, in ihren jeweiligen Preisklassen, vor allem der Roll 2 als auch der Boom 2 von Ultimate Ears durchsetzen können. Mit dem Boom 2 machen Sie praktisch nie etwas falsch, am Ende ist er so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den Bluetooth-Lautsprechern: Er macht nichts grundlegend verkehrt und ist für praktisch alle Anwendungsfälle geeignet (JBL Flip 4 und Charge 3 sind aber noch eine Ecke besser!). Der Roll 2 schlägt in dieselbe Kerbe, allerdings opfert er Klangqualität für eine verbesserte Mobilität.

Mit den anderen Geräten machen Sie natürlich auch keinen Fehler, dort weht den Ultimate Ears-Bluetooth-Lautsprechern aber viel Gegenwind der Konkurrenz ins Gesicht. Nur Blast und Megablast sollten Sie derzeit noch nicht kaufen, da die Geräte einfach noch zu frisch auf dem Markt sind.

Bei weiterem Interesse sollten Sie außerdem einen Blick auf unsere Startseite werfen. Dort gibt es eine umfangreiche Kaufberatung inklusiver anderer Marken und Testsieger unter den Bluetooth-Lautsprechern!

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