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Der Anker SoundCore Boost im Test

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Anker ist einer der bekanntesten Hersteller von Akkus und Powerbanks. Das Unternehmen hat sich auch mit Audio-Produkten, wie zum Beispiel mit Kopfhörern und Bluetooth-Lautsprechern einen Namen gemacht. Die Bluetooth-Lautsprecher zeichnen sich durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Im nachfolgenden Test des Anker SoundCore Boost nehmen wir den neusten und bisher teuersten Lautsprecher im Sortiment unter die Lupe.

Weiterführend: Alle getesteten Bluetooth-Boxen von Anker.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
guter Klangnicht wasserdicht
kompakt und robust
sehr günstig

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Verarbeitung & Qualitätseindruck

Der SoundCore Boost tritt in die Fußstapfen des beliebten Anker A3143 und richtet sich hauptsächlich an Bassliebhaber. Der Bluetooth-Lautsprecher kostet weniger als 100 Euro und ist 19 cm x 6,5 cm x 6,5 cm groß.

Er wirkt bereits auf den ersten Blick etwas massiver und auch robuster als die günstigeren Modelle (z.B. den Anker Soundcore 2 im Test) des Herstellers und besitzt ein vergleichsweise hohes Gewicht von rund 600 Gramm. Der ist hochwertig verarbeitet und besitzt ein ansprechendes Design.

Sowohl die Oberseite als auch die Unterseite besteht aus dickem Hartgummi mit einer resistenten Textur. Damit ist der Lautsprecher unempfindlicher für Fingerabdrücke. Die Treiber-Abdeckung besteht nicht aus Plastik oder Aluminium, sondern aus Stoff und verleiht dem Bluetooth-Lautsprecher eine ganz besondere Haptik.

Unter der Stoff-Abdeckung befinden sich 2 Treiber mit jeweils 10 Watt und eine Passivmembran. Somit liegt der Boost von der Leistung her zwischen dem SoundCore 2 und dem inzwischen scheinbar nicht mehr erhältlichen SoundCore Pro.

An der Gehäuse-Oberseite des Bluetooth-Lautsprechers befinden sich 5 Tasten. Es handelt sich um eine Multifunktions-Taste, den Ein/Ausschalter, 2 Tasten für die Lautstärkeregelung und um eine BassUP-Taste. Zusätzlich befinden sich auf der Oberseite noch 4 LEDs und diese informieren über den Akku-Ladezustand.

Auf der linken Seite des Gehäuses befinden sich unter einer Gummiklappe versteckt ein microUSB Port, ein AUX-Anschluss und ein USB-Anschluss. Das Gehäuse ist IPX5 zertifiziert und somit vor Spritzwasser geschützt. Somit eignet sich der Bluetooth-Lautsprecher auch für den Outdoor-Einsatz.

Er wird mit einem USB-auf-Micro-USB-Kabel und der Happy/Not Happy-Karte geliefert. In unserem Test konnten wir uns von der hochwertigen Verarbeitung und einwandfreien Haptik des Lautsprechers überzeugen.

Die Features

Der SoundCore Boost von Anker ist mit einem Bluetooth-Empfänger ausgestattet und kann via Bluetooth 4.2 mit Smartphones und vielen anderen Geräten verbunden werden. Dank einem vorhandenen AUX-Anschluss lässt sich der Lautsprecher auch per Kabel mit diversen Abspielgeräten verbinden. Das Pairing via NFC ist ebenfalls möglich.

Über den microUSB Port wird der Anker aufgeladen. Da sich kein Netzteil im Lieferumfang befindet, wird für die Aufladung ein Computer oder Laptop benötigt. Der Akku des Bluetooth-Lautsprechers besitzt eine Leistung von 5000 mAh und hält laut Hersteller bis zu 12 Stunden lang. Über den USB-Ausgang kann der SoundCore Boost als Powerbank missbraucht werden und ein Smartphone mit 1A und 5 Volt aufladen.

In unserem Test waren wir mit der Akkulaufzeit von durchschnittlich 8-10 Stunden sehr zufrieden.

Der Bluetooth-Lautsprecher besitzt die sogenannte BassUp-Funktion. Über die UP-Taste kann der Nutzer den Tieftonbereich anheben und dies funktionierte in unserem Test sehr gut – dazu aber im Abschnitt „Klangqualität“ mehr.

Zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel ein SD-Karten Einschub oder eine Freisprechfunktion sind nicht vorhanden. Im Hinblick auf den günstigen Preis ist dieser auch nicht weiter verwunderlich.

Mit den vorhandenen Features waren wir in unserem Test vollkommen zufrieden.

Die Handhabung

Der Soundcore Boost (hinten) im Vergleich zum Soundcore 2.

Die Bedienung ist sehr einfach gestaltet. Per Knopfdruck wird das Bluetooth-Pairing aktiviert und innerhalb wenigen Augenblicken ist der Lautsprecher mit einem Smartphone oder anderen Abspielgerät verbunden. Die alternative Kabelverbindung über den AUX-Anschluss funktionierte in unserem Test ebenfalls problemlos.

Über die 5 Tasten an der Oberseite kann der Lautsprecher ein- und ausgeschaltet werden. Mit den Tasten lässt sich die Lautstärke regeln und Musik starten bzw. pausieren. Über die Multifunktionstaste können auch eingehende Anrufe angenommen werden. Die Tasten zeichnen sich durch eine gute Haptik aus.

Die Anschlüsse an der Seite werden zuverlässig von der Hartgummiklappe geschützt und können nicht nass werden. Als Powerbank macht er dank seinem großen Akku ebenfalls eine gute Figur.

In unserem Test waren wir mit der Handhabung sehr zufrieden und hatten mit den vorhandenen Funktionen und Features keinerlei Probleme.

Die Klangqualität

Im Hinblick auf das kompakte Gehäuse und den günstigen Preis ist es natürlich offensichtlich, dass der SoundCore Boost nicht mit einer qualitativ hochwertigen Musikanlage mithalten kann. Dennoch überzeugt er mit einem wirklich ausgewogenen Klang und einer für sein kompaktes Gehäuse sehr hohen Lautstärke.

Im Vergleich zu den anderen Lautsprechern von Anker überzeugt der SoundCore Boost mit klareren Höhen und Mitten. Der größte Kritikpunkt der Vorgänger war der dumpfe Klang und dieser konnte beim Boost vollkommen ausgemerzt werden.

Unabhängig von der gewählten Musik kommen alle Stimmen und Instrumente soweit unverfärbt, klar und relativ brilliant herüber. Besonders gut merkt man dies bei Vivaldis – Vier Jahreszeiten, welche er, gemessen am Preis, gut bewältigt. Hier merkt man aber auch das die Auflösung und Brillianz nicht mit teureren Modellen mithalten kann. Vor allem bei Lautsträken um die 70% und mehr, wirkt der Boost etwas überfordert – Feinheiten gehen verloren und die feinen Höhen klingen schrill.

Über die BassUP-Taste wird der Tieftonbereich deutlich angehoben. Dadurch werden die Bässe nicht dröhnender, sondern insgesamt satter. Die Bässe klingen dann richtig gut, ohne dass die Mitten oder die Höhen darunter leiden würden. Der Bass war in unserem Test mit Futures – Mask Off so intensiv, dass Box und Tisch begannen spürbar zu vibrieren begannen.

Ab einer Gesamtlautstärke von ungefähr 70 Prozent wird der Tieftonbereich etwas zurückgenommen bis er dann bei 100% sehr stark reduziert ist. An dieser Stelle lässt sich auch mit der Boost-Funktion nichts mehr herraus holen. Dadurch werden aber Verzerrungen, Knarzen oder Brummen in einer höheren Lautstärke zuverlässig verhindert.

Er klingt zu jederzeit kräftig und lebendig. Bereits ab einer mittelhohen Lautstärke ist der Klang satt und wirkt voluminös und voll. Im Hinblick auf die Größe und das Volumen klingt der Bluetooth-Lautsprecher wirklich klasse.
Ein größeres Wohnzimmer kann die kleine Box natürlich nicht komplett beschallen, auf maximaler Lautstärke ist der Lautsprecher jedoch auch partytauglich.

In unserem Test waren wir mit der Klangqualität und der Lautstärke sehr zufrieden. Gemessen am Preis bekommt man hier wirklich einiges geboten. Rein von der Qualität reicht der Klang nicht ganz an z.B. den JBL Flip 4 herran, dafür ist der Boost von Anker aber auch noch mal um einiges günstiger.

Höhen: Gut
Mitten: Sehr gut
Tiefen: Sehr gut

Der Anker SoundCore Boost im Test: Das Fazit

Mögliche Alternativen zum Soundcore Boost

Der Soundcore Boost im Preisvergleich