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Der UE Wonderboom im Test

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Mit dem UE Wonderboom stellt Ultimate Ears, ein Tochterunternehmen vom weltbekannten Hersteller Logitech, seinen neusten Bluetooth-Lautsprecher vor. Produziert werden unter Anderem qualitativ hochwertige Lautsprecher, die auch in unseren Tests immer gut abschneiden. (siehe: Testbericht zum UE Boom 2 und Testbericht zum UE Roll 2) Im folgenden Test des UE Wonderboom wollen wir feststellen, ob er ebenfalls so empfehlenswert ist, wie seine Kollegen und seinen Namen verdient.

Weiterführend: Hier haben wir noch mehr Lautsprecher von UE im Test.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

VorteileNachteile
sehr gute Soundqualitätkeine Freisprecheinrichtung
Wasser- und Staubdicht nach IPX7 und extrem robust
kompaktes Format

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Verarbeitung & Qualitätseindruck

Direkt nach dem Auspacken aus der, für UE-Verhältnisse, sparsamen und einfachen Verpackung, stellt man fest, wie gut das kompakte Klang-Ei aufgrund seiner Größe in der Hand liegt. Durch seine geringen Maße hat der Bluetooth-Lautsprecher einen angenehm geringen Schwerpunkt. Mit der stabilen und leicht flexiblen Schlaufe lässt sich der Wonderboom nahezu überall aufhängen.

Der Wonderboom wiegt nur knapp 425 g und macht einen extrem robusten, sowie hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist, wie von UE gewohnt, hervorragend, nichts gibt nach oder verformt sich und alle Nähte sind zu 100% exakt verarbeitet.Die Bespannung mit den zwei auffälligen Lautstärke-Knöpfen an der Front wirkt robust und ist ebenfalls sauber und fehlerfrei verarbeitet. Insgesamt gibt es bei der Material- und Verarbeitungsqualität absolut keinen Anlass zu Kritik.

Die Verpackung bietet folgenden Inhalt:

  • Wonderboom
  • 1 m USB-Kabel
  • integrierte Trageschlaufe

Die Features

Auch der Wonderboom ist nach IPX7 wasserdicht.

Das robuste Gehäuse übersteht Stürze aus maximal 1m Höhe und ist wasserdicht. Gemäß IPX7-Zertifizierung kann der Lautsprecher bis zu einer halben Stunde 1m tief tauchen. Er kann sogar im Wasser schwimmen und ist der ideale Begleiter für einen längeren Outdoor-Aufenthalt.

In seinem Inneren befinden sich 2 Hochtöner und 2 Tieftöner, die für einen 360°-Klang sorgen (mehr dazu weiter unten). Auf der Oberseite gibt es einen kleinen Power- und einen Pairing-Knopf. Die Lautstärkeregelung erfolgt über die sichtbaren Knöpfe auf der Gerätevorderseite. Das Logo dient als Skip-Button, als Play- und Pause-Knopf.

Drückt der Nutzer den UE-Button länger, können dadurch zwei Sonderbooms miteinander gekoppelt werden und die Musik wird dann synchron über beide Lautsprecher abgespielt. Dies ist sehr nützlich, wenn man beispielsweise einen größeren Raum beschallen will. Hinter einer Abdeckung auf der Unterseite des Lautsprechers befindet sich ein Micro-USB-Anschluss.

Leider verzichtet der Hersteller auf ein eingebautes Mikrofon, weswegen der Lautsprecher nicht zum Freisprechen genutzt werden kann. Dies ist unserer Meinung nach etwas schade. Im Vergleich zu anderen Modell von Ultimate Ears gibt es für den Wonderboom auch keine App beziehungsweise keinen App-Support.

Die Handhabung

Der USB-Anschluss ist hinter einer Klappe vor Staub und Wasser geschützt.

Die Bedienung des Bluetooth-Lautsprechers erfolgt einfach und intuitiv. Ausnahme war hier lediglich die Kopplung von zwei Wonderbooms. Dafür mussten wir doch kurz in die Online-Anleitung (runterscrollen) schauen.

Um zwei Wonderbooms zu koppeln, muss das UE-Logo auf der Oberseite bei beiden Geräten gleichzeitig für etwa 3 Sekunden gedrückt werden. Ist die Kopplung erfolgt, wird dies durch einen Ton bestätigt. Weitere 3 Sekunden später funktionierte alles problemlos und der Sound kam synchron aus beiden Lautsprechern, ohne Verzerrung oder eine versetzte Wiedergabe, wie vom Hersteller versprochen.

Gekoppelt wird UE’s Wonderboom mit Smartphones und anderen Geräten per Bluetooth 4.1. In unserem Test hatten wir teilweise Probleme mit dem Android-Smartphone Samsung Galaxy S7, da bei diesem der Lautsprecher nicht immer in der Geräteliste auftauche und somit nicht zum Koppeln ausgewählt werden konnte. Mit zwei verschiedenen iPhones (6 und 7) gab es im Test keinerlei Probleme und die Verbindung blieb sogar über eine größere Entfernung bestehen.Blockiert kein Hindernis die Sicht, waren die vom Hersteller 30m Entfernung kein Problem. Wir schafften hier sogar 32m, wodurch sich dieser Lautsprecher hervorragend für den Einsatz im Feien und in großen Räumen eignet. Bedient wird der Lautsprecher entweder über das Smartphone oder über die Bedienelemente an der Oberseite.

Die Lautstärke lässt sich schnell variieren und durch einen kurzen Druck auf das Logo, kann der aktuelle Track pausiert werden. mit einem zweifachen Druck springt man zum nächsten Song.

In unserem Test hielt der Akku mit viel Spielerei und verschiedenen niedrigen Lautstärken knappe 8 Stunden durch (Herstellerangabe: 10 h). Etwas enttäuscht waren wir von der Akkuleistung bei voller Lautstärke – hier kamen wir lediglich auf 2 Stunden Spielzeit. Das ist wohl für die meisten zu wenig, wodurch eine Powerbank zum Laden unterwegs zur Pflicht wird. Der Akku ist über den Mikro-USB-Anschluss nach 3 Stunden vollständig aufgeladen.

Die Klangqualität

Die maximale Lautstärke kann sich im Hinblick auf das kompakte Gehäuse mit einer Höhe von 10 cm und einen Durchmesser von ca. 9,5 cm auf jeden Fall sehen lassen. Indoor waren zwei gekoppelte Lautsprecher für einen 30qm großen Raum bei maximaler Lautstärke sogar schon zu viel des Guten. Leider entsteht durch die Kopplung kein echtes Stereosignal, was für uns gewünscht hätten. Die Musik wird lediglich lauter und nicht räumlicher.

Musik wird natürlich auch im Wasser abgespielt.

Genau wie die anderen Lautsprechermodelle des Herstellers schafft es auch der Sonderboom mit einem ausgewogenen Klangbild zu überzeugen. Aufgrund der kompakten Bauform sind die tieferen Töne natürlich etwas schwächer und der Bass könnte etwas mehr „Wumms“ vertragen. Trotzdem ist das Bassfundament beachtlich und angenehm warm, der Tiefgang ist somit gut, präzise und ausgeprägt. Gefühlt ist das Bassfundament sogar voller, geht tiefer und klingt insgesamt wärmer als beim UE Boom 2. Echter Punch entsteht natürlich nicht, da die Bässe bei maximaler Lautstärker noch etwas zurückgenommen um mögliches Dröhnen zu vermeiden.

Die Mitten sind ebenfalls immer da, sauber, präzise und fallen nicht hinter zu dominanten Höhen oder Tiefen zurück. So ist unter Anderem die Wiedergabe von Stimmen sehr überzeugend.

Speziell die Höhen fallen uns bei UE-Produkten immer wieder auf. Sie sind zwar im Großen und Ganzen sehr schön klar und präzise, neigen aber ganz leicht zum Zischen und Klirren. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man die UE-Lautsprecher im direkten Vergleich mit den Lautsprechern von JBL spielen lässt. Teilweise erzeugt dies den Eindruck, dass der Klang leicht verzerrt ist. Je nach Genre kommt dieser Eindruck mehr oder weniger stark zum Ausdruck.

Dies ist allerdings Kritik auf einem sehr hohen Niveau und im normalen Alltag dürften diese kleinen Schwächen gar nicht auffallen.

Der 360°-Effekt ist wieder sehr gut gelungen, so dass, egal wie man zum Lautsprecher steht und wo man ihn hindreht, es nur minimale klangliche Unterschiede gibt. Das heißt in der Praxis, dass ma ihn nur in der Mitte eines Raumes aufstellen muss und der Raum dann tatsächlich gleichmäßig beschallt wird.

Höhen: Gut
Mitten: Sehr gut
Tiefen: Gut

Abschließend: Man muss klar sagen, für seine Größe leistet der Wonderboom Beachtliches! Er gefällt uns persönlich klanglich sogar besser als der UE Boom 2. Im Hinblick auf die Klangqualität und die maximale Lautstärke gibt es in dieser Größe kaum bessere Modelle auf dem Markt.

Der UE Wonderboom im Test: Das Fazit

Mögliche Alternativen zum Wonderboom

Der UE Wonderboom im Preisvergleich